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Spendeninfo

Wichtige Informationen zum Thema Spenden und Stiften

Die Spendenfreudigkeit der Bundesbürger ist trotz miseralbler Wirtschaftslage und Weltwirtschaftskreise nahezu ungebrochen. In Deutschland fließen jährlich rund 26 Milliarden Euro aus privater Hand in gemeinnützige Aktivitäten. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie von McKinsey.

Zitat: "Viele Deutsche engagieren sich gemeinnützig und sind in hohem Maße bereit zu philanthropischem Handeln", sagt Ulf Schrader, Partner bei McKinsey und Co-Autor der Studie. "Doch vor allem Großspender sind noch zurückhaltend, sich durch ihre Spenden gesellschaftlich zu engagieren." Während in den USA individuelle Spenden Größenordnungen von mehreren Milliarden Euro erreichen, betragen die größten öffentlich bekannten Einzelspenden in Deutschland gut 200 Millionen Euro. Im Vergleich zu ihren Nachbarn im Ausland sind die Bundesbürger auch insgesamt weniger spendabel. Sie spenden im Durchschnitt nur 0,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens, mit der Kirchensteuer sind es 0,9 Prozent. In den USA geben Bürger rund 2 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für gemeinnützige Zwecke inklusive religiöser Spenden aus. "Die Spendenhöhe in Deutschland ist noch ausbaufähig", sagt Schrader mit Blick auf diese Zahlen.

Deutschland fehlt eine ausgeprägte Spendenkultur

Gemeinnütziges Engagement von Vermögenden wird der Studie zufolge hierzulande eher misstrauisch beäugt. Die Hälfte aller Großspender und Stifter bleibt lieber anonym. Großspender in den USA hingegen genießen Ansehen und Ehrungen und werden in Rankings der "most generous philanthropists" gefeiert. In Großbritannien habe sich seit der Einführung eines Spendenindex in den Medien vor fünf Jahren das Spendenvolumen der Top-30-Philanthropen auf 1,2 Milliarden Pfund Sterling versiebenfacht, betont Schrader.

In Deutschland gibt es zu wenig öffentliche Vorbilder und Erfolgsgeschichten. Es mangelt an Transparenz, da weder eine umfassende Spendenstatistik noch ein Überblick über Ziele und Programme aller Spenden sammelnden Organisationen existieren. "Das Fehlen einer Publikationspflicht behindert eine faktenbasierte Debatte", beschreibt Schrader die Situation. Ein großes Potenzial sieht der Berater auch beim Thema Erbschaftsspenden. Weil diese Option konkret kaum bekannt sei und oft nur sehr emotional diskutiert werde, vererben momentan nur 3 Prozent aller Deutschen einen Teil ihres Vermögens – in Summe rund 5 Milliarden Euro jährlich – an gemeinnützige Organisationen. In Umfragen hingegen äußert jeder vierte Bundesbürger seine grundsätzliche Bereitschaft, beim Vererben auch gemeinnützige Institutionen zu bedenken. Soweit die Studie von McKinsey.

Aber auch die Erbringung sog. "geldwerter Leistungen" sind für das Bestehen der Vereine in Deutschland unerlässlich. Sei es der Vorstand, der einen großen Teil seiner Freizeit für das Vereinswohl opfert oder die Trainerin im Sportverein - ohne sie alle wäre gedeihliche Vereinsarbeit zum Wohle der ganzen Gemeinschaft kaum noch machbar. Dies hat auch der Gesetzgeber schon lange erkannt und bereits mit Wirkung vom 01.01.2007 die Freigrenzen steuerfreien sozialen Engagements dementsprechend erhöht.

So können derzeit (Stand: April 2009) Spenden mit bis zu 20 % der Gesamteinkünfte steuerlich geltend gemacht werden. Die bedeutet für den Spender einen nicht unerheblichen Steuervorteil. Aber auch wer stiften will, wird großzügig aus dem Steuertopf belohnt. So ist unter bestimmten Voraussetzungen ein gänzlicher Erlaß der Erbschaftssteuer möglich ebenso wie Steuereinsparungen im Bereich bis zu einer Million Euro = 1.000.000,00!

Unterschied zwischen Spenden und Stiften

Gespendetes Geld oder Sachwerte sind zeitnah und zweckgebunden zu verwenden. Zweckgebunden ist klar, unter "Zeitnah" versteht man eine Zeitspanne von maximal 24 Monaten. Anders verhält es sich mit gestiftetem Kapital oder Werten. Dies muß auch wieder zweckentsprechend angelegt (in der Regel thesaurierend) werden und darf aber nicht mehr ausgegeben werden. Verwendet werden darf nur der Erlös aus dem gestifteten Vermögen = Kapitalstock der Stiftung. Stiftungen eignen sich hervorragend als Ausbildungsvorsorge für Kinder, Weiterführung und Erhalt des Lebenswerkes, zusätzliche Rente auf ewige Zeit usw. Bei Bedarf lassen wir Ihnen gerne ausführliches Material zukommen.


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